Die Sammlungen der Bibliothèque Humaniste bestehen aus Bücher der Bibliothek der humanistischen Schule von Sélestat im 15. Jh. und Leihgaben der 'Libraria rhenana', 760 Bänder, die dem Humanist Beatus Rhenanus gehörten. Diese zwei Bibliotheken schildern die Entwicklung der Büchertechniken vom 7. bis zum 16. Jh. Die Geschichte des elsässischen Humanismus wird durch den elsässischen Buchdruck des 15. 17. Jhs. und die Schriften von Geiler von Kaysersberg, Jacques Wimpheling, Beatus Rhenanus, Martin Bucer und andere bedeutende Berühmtheiten des elsässischen Humanismus, erwähnt. Unter der ausgestellten Werke findet man das älteste noch erhaltene Buch im Elsass (Merowingerlectionar des 7. Jhs.), ein Exemplar des Kapitulars Karl des Groβen (9. Jh.), die Abhandlung über die Architektur von Vitruve (10. Jh.), das Schulheft von Beatus Rhenanus (1499), zahlreiche Inkunabel (davon sind 550 erhalten) und manche der 2000 Werke des 16. Jhs., die in Sélestat bewahrt sind.